Fünf-Jahres-Bilanz
der Agenda 2010 in Kurzfassung: Die
Agenda 2010 schuf keine neuen
Arbeitsplätze... Warum
feiern Konzerne, Parteien und Medien die Agenda
2010 als Erfolg? Als
im März 2003 der damalige Bundeskanzler Schröder
die Agenda 2010 verkündete, waren die Medien
begeistert. "Endlich einmal der richtige Ansatz" jubelten
sie nahezu einstimmig im Chor. So
wundert es denn wenig, wenn das Medienfazit auch nach
fünf Jahren gelebter Agenda 2010 überwiegend
positiv ausfällt. Obwohl bereits maßgebliche
Kräfte der SPD zurückzurudern versuchen, verharren
die Medien unerschütterlich in ihrem Lobgesang.
Standhaft wird trotz aller negativer Erfahrungen die
Aganda-2010-Fahne weiter hochgehalten und unverdrossen die
Werbetrommel für das zweifelhafte Reformwerk
gerührt. 1.
Gleichschaltung von Sozialhilfe und
Arbeitslosengeld. 2.
Der Druck auf viele Arbeitslose wächst - bereits nach
kurzer Schamfrist müssen Arbeitslose vom Erspartem
leben! Fortsetzung:
Die weit wichtigeren Folgen der Agenda 2010 (8
Punkte) Startseite
mit Menueleiste www.agenda-2010-hartz-iv.de ©
Manfred J. Müller, Flensburg "Welchen
Wert haben Debatten über die wirtschaftlichen Probleme
Deutschlands, wenn das herausragende Phänomen der
sinkenden Reallöhne bei steigender Produktivität
einfach ignoriert wird?"
Brachte
die Agenda 2010 den Aufschwung?
Überraschend kam dieser Beifall nicht wenn man bedenkt,
wer denn nun letztlich hinter den privaten Medien steht. Die
großen Presseverlage und Fernsehsender befinden sich
schließlich nicht im Besitz kleiner
Mittelständler - die große Schar der
meinungsbildenden Journalisten arbeiten in Betrieben, die
gelenkt werden von reichen Verlegerdynastien oder dem
Großkapital. Auch Journalisten und Redakteure
müssen um ihren Arbeitsplatz bangen und sind angewiesen
auf das Wohlwollen ihrer Vorgesetzten - wieviel eigene
Meinung darf man derart abhängig Beschäftigten
zutrauen? Schließlich haben die meisten Schreiberlinge
auch Familie - wozu also die eigene Stellung riskieren, wo
man doch viel lieber die Karriereleiter etwas aufsteigen
möchte.Das
Fazit nach fünf Jahren Agenda 2010
Welches
sind die augenfälligsten Veränderungen, die die
Agenda 2010 verursacht hat?
Folgen
der Agenda 2010:
Den meisten Sozialhilfeempfängern geht es durch die
Agenda 2010 etwas besser, den Arbeitslosen aber zum Teil
erheblich schlechter. Die Arbeitslosen-Zwangsversicherung
wurde also entwertet, sie bietet trotz hoher
Beiträge nur noch sehr begrenzt Leistungen,
Beitragszahler und Nichtversicherte werden schon nach kurzer
Zeit in einen Topf geworfen.Folgen
der Agenda 2010:
Was würde man von einer Autoversicherung halten, die
sich weigert, einen Unfallschaden zu begleichen, weil der
Versicherte über genug eigene Rücklagen
verfügt. Die Arbeitslosenversicherung handelt nach
diesem Prinzip, sobald das Alg I abgelaufen ist.
Derjenige, der für sein Alter vorgesorgt und gespart
hat, ist der Dumme.
Trotzdem bin ich natürlich heilfroh, dass im Zuge der
2010 nicht auch noch die Rentenversicherung "reformiert"
wurde. Hier hätte man auch sagen können: "Bitte
erst die Vermögen aufbrauchen, erst danach gibt es
Rentenleistungen".
Manfred
Julius Müller
analysiert seit 30 Jahren weltwirtschaftliche
Zusammenhänge und veröffentlichte unzählige
Aufsätze zu den verschiedensten Themen. Er entwickelte
neue Wirtschaftstheorien, die weltweit neue
Maßstäbe setzten und in manchen Ländern in
wichtigen Bereichen bereits die Gesetzgebung beeinflussten.
Inzwischen sind auch einige Bücher erschienen, u. a.
"Das
Kapital und die
Globalisierung".
Agenda
2010
Besser
als jede Agenda 2010:
Die
Entmachtung des
Kapitals
Hartz
IV - ist der Sozialstaat noch zu
retten?
Müssen die Hartz-IV-Regelsätze erneut
angehoben werden?
Ist das alles überhaupt noch finanzierbar?
Geht es Hartz-IV-Familien teilweise schon besser
als Normalverdienern?
Globalisierung
kontrovers
Warum die Globalisierung (der Zollabbau) zur
Massenarbeitslosigkeit, Realohnsenkungen,
Sozialabbau und hoher Staatsverschuldung
führt.
Gibt
es seit Hartz IV keine Arbeitsverweigerer
mehr?
Wie
sozial ist die
Mehrwertsteuer?
Wäre eine erneute Mehrwertsteueranhebung
sinnvoll?

Warum
gibt es keine
Rentenanpassungen?
Statt auf die Agenda 2010 zu setzen, hätten
grundsätzliche Reformen kommen
müssen.
Ist
die Globalisierung unser
Ruin?
Das Grundübel ist das globale
Dumpingsystem.
Weil man keine Traute hat dies zu beenden, setzt
man mit der Agenda 2010 die Daumenschrauben an.
Sollen
Billigjobs subventioniert
werden?
Wieder so ein Windei!
Anstatt aus dem globalen Dumpingsystem
auszusteigen, flüchtet man sich in immer neue
Subventionen und Notprogramme.
Ein Teufelskreis!
Rettungsanker
Bildungsoffensive?
Haben wir einen Bildungsnotstand, brauchen wir mehr
Akademiker?
Kann
uns der Subventions-Protektionismus wirklich
retten?
Kann
eine ungleiche Welt ohne Zölle existieren.
Ist der Subeventions-Protektionismus wirklich
besser als der verschmähte
Zoll-Protektionismus?

Rettet
die (Um)welt!
In einer Welt des dumpfen Populismus kann sich
Vernunft schwerlich entfalten.
Dabei ließen sich alle Umweltprobleme leicht
und locker lösen.
Den
Kapitalismus
verstehen...
Nur
wer die Triebkräfte des Kapitalismus begreift,
kann auch die Globalisierung und die Ursachen der
Massenarbeitslosigkeit verstehen.
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